Salgari-Gedenkstein

EILMELDUNG Juli 2019:

Der Salgari-Gedenkstein auf Mompracem (Kuraman) ist immer noch da! Zwar etwas kaputt, aber noch erhalten!


Salgari - Gedenkstein: - errichtet am 29.8.1971, wiederentdeckt von Horst Gerlich am 10.8.1998, gesehen von Bianca Gerlich am 10.8.1998, am 29.7.2000 (mit Simon Barke) und am 12.7.2019 (mit Karin Itzigehl).


Und hier die Geschichte dieses Steins, der immerhin 48 Jahre schon auf Mompracem ruht:

Giuglio Raiola und Rolando Jotti haben während ihrer Suche nach Mompracem auf Keraman am 29. August 1971 einen Salgari-Gedenkstein errichtet. Mein Vater, Horst Gerlich (Bild) hat 1998 diesen aus Zement gemachten Stein zufällig entdeckt, als er nämlich nicht mehr durch den damals an Mücken reichen Dschungel zurückkehren wollte, sondern lieber über die Felsen zurück zu dem Strand, wo wir uns niedergelassen hatten und meine Mutter auf uns wartete. Ich folgte ihm zögerlich, hatte ich doch Sorge wegen möglicher Skorpione in den Felsen, die ich zuvor auf Felsenklippen auf einer anderen malaysischen Insel schon gesichtet hatte. Auf einmal rief er mir äußerst aufgeregt zu, er hätte einen Stein entdeckt, auf dem der Name Sandokan stünde. Ich eilte hinauf zu meinem Vater und sah folgende Inschrift:


Der Text lautet:

QUEST'ISOLA ISPIRÒ

ALLO SCRITTORE

EMILIO SALGARI

(1862 - 1911)

LE AVVENTUROSE IMPRESE DI

SANDOKAN

LA TIGRE DELLA MALESIA

PER I SOGNI DEI RAGAZZI ITALIANI

IN MOMPRACEM RITROVERATA

R.J. - G.R. 29-81971


Übrigens war den Filmmachern von "Sandokan" (1976) die Insel nicht felsig genug, so dass sie eine andere, nämlich Pulau Kapas vor der malaysischen Halbinsel, auswählten. Immerhin wird Mompracem bei Salgari als recht felsig, und damit als "wild" beschrieben -wie das abgebildete Buchcover von Salgaris "La Riconquista del Mompracem" zeigt. Keraman-Mompracem weist allerdings jede Menge kleinerer Felsen und Felsvorsprünge auf, besonders im Gewässer vor der Insel liegen viele Felsen und ragen teilweise auch hervor, zum Beispiel wurden wir zu einem recht großen, südlich von Mompracem gelegenen Felsen per Boot gefahren, um uns dort die als sehr giftig eingeschätzten Schlangen zu zeigen, die auch wirklich in Scharen sich auf dem Felsen sonnten.

Auch im Juli 2000 kletterten mein Freund und ich zu dem Gedenkstein und fanden ihn vor. Das Bild mit mir und dem Stein hat mein Freund damals gemacht. Spätere Besucher der Insel fanden den Stein nicht mehr. Sie meinten, er wäre vielleicht ins Meer gespült worden. Doch das stimmt nicht, wie ich jetzt glücklicherweise feststellen konnte. Am 12. Juli 2019 war ich wieder dort und fand den Stein abermals vor! Zwar war ein oberes Stück etwas abgebrochen, aber 48 Jahre nach seiner Anfertigung ist er immer noch vorhanden! Auch sahen die Felsen aus Korallengestein immer noch so aus wie 1998 und 2000. Da ist nichts ins Meer gespült worden.

Es wäre schön, wenn dieser Gedenkstein, der ja nun auch schon ein Stück weit historisch ist, zukünftig geschützt werden könnte.